Auf Augenhöhe und von Gleich zu Gleich

, Alexianer Köln GmbH

Empowerment durch Peer-Beratung im Tandem

Wie funktioniert Beratung ohne Hemmschwelle? Wie können partnerschaftlicher Austausch und Partizipation auf Augenhöhe gewährleistet werden? Diesen Fragen widmet sich das Bildungsprojekt Peer-Beratung im Tandemmodell. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Diözesan-Caritasverbände (DiCV) Paderborn und Köln, das bei den Kölner Werkstätten und in der Alexianer Köln GmbH anläuft. Bei der Initiative handelt es sich um ein Projekt von und für Menschen mit Beeinträchtigung und Mitarbeitende in Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Ziel ist die Ausbildung von Beschäftigten als Peer-Beratende.

Bei der Peer-Beratung im Tandem werden Menschen mit Beeinträchtigung von anderen Menschen mit Beeinträchtigung beraten – auf Augenhöhe und von Gleich zu Gleich. Unterstützung erhalten die Peer-Beratenden dabei von Tandempartnerinnen und -partnern. Das Gespräch mit den Ratsuchenden führen Peer-Beratende selbst, das Tandem unterstützt bei Bedarf bei der Beratungstätigkeit oder aber bei der Koordination von Tätigkeiten, die neben der Beratung zu erledigen sind.

Vertrauensvolle Mentoringsituation

Dadurch entsteht eine vertrauensvolle Mentoringsituation, insbesondere da die Peer-Beratenden für sich selbst bereits Lösungsschritte unternommen haben und somit ermutigende Vorbilder für die Ratsuchenden darstellen. Die lebenspraktische Beratung durch Tandems erfolgt zu wichtigen Themen rund um die Arbeits- und Wohnsituation, Mobilität und das Leben mit einer Beeinträchtigung. Im Anschluss an die Ausbildung erhalten die Beteiligten ein Zertifikat als ausgebildete Peer-Beratende im Tandem.

Gefördert wird das Modellprojekt durch die Aktion Mensch Stiftung. Insgesamt beteiligen sich elf Träger an dem Projekt, so auch die Alexianer Werkstätten und das Sozialpsychiatrische Zentrum in Köln-Rodenkirchen. Die Pilotphase läuft bis Dezember 2020. Ziel ist eine deutschlandweite Implementierung der Peer-Beratung im Tandem-Modell. Dazu wird das Bildungsprojekt vom Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das Projekt knüpft an die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK, Artikel 26 Absatz 1) an, um durch Peer-Beratung die Unabhängigkeit und die Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung zu fördern, die Teilhabe an allen Lebensbereichen zu ermöglichen und somit die Ziele der UN-BRK zu erreichen. (vw)

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