Buchlesung mit Dr. Manfred Lütz

Dr. Manfred Lütz

Datum: 14.03.19, 19.00 Uhr – 19.02.19, 10.12 Uhr

Veranstaltungsart: Infoveranstaltung

Veranstaltungsort: Dominikus-Brock-Haus Kölner Straße 64 51149 Köln

„Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“, ist der Titel des Interviewbuches von  Dr. Manfred Lütz mit dem Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz, dem israelischen Künstler Jehuda Bacon. „Seit ich Jehuda Bacon begegnet bin, ist mein Leben heller geworden, sagt der Autor und Corine-Literaturpreisträger Manfred Lütz, der als Chefarzt am Alexianer Fachkrankenhaus in Köln arbeitet von der Wirkung Jehuda Bacons auf sein Leben.

Dieses Buch ist kein Buch über Auschwitz. Da gibt es schon viele eindrucksvolle Berichte. Dieses Buch bringt die Weisheit eines Menschen zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist. Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz und was er zu sagen hat, ist ein Ereignis! Der bekannte Künstler, dessen Zeichnungen im Frankfurter Auschwitzprozess Beweismittel waren, erzählt, wie er aus tiefer Erschütterung heraus zum Humanisten wurde“ , so der Autor Manfred Lütz.

Die Buchlesung findet mit freundlicher Unterstützung des Gütersloher Verlagshauses statt.

Buchlesung Teil des Rahmenprogramms zur Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet - Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“

Die Buchlesung findet als Teil des Rahmenprogramms der Wanderausstellung der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN): „erfasst, verfolgt, vernichtet – kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im Dominikus-Brock-Haus statt. Die Alexianer Köln zeigen sie anlässlich ihres 111. Jubiläums. Die Ausstellung befasst sich mit den Opfern der mörderischen NS-Euthanasie-Ideologie sowie mit deren Tätern. Eindrückliches Zeugnis sind etwa die Zeichnungen, die der zwangssterilisierte und später ermordete Wilhelm Werner hinterlassen hat. Sie bringen zum Ausdruck, was dieser fundamentale Angriff auf Körper und Persönlichkeit für ihn bedeutete. Ebenso wird sich mit der systematischen Ermordung kranker und behinderter Menschen ab Herbst 1939 befasst. Bis zu 300 000 Anstaltspatienten fielen ihr zum Opfer. Auch die frühe Nachkriegszeit, in der Zwangssterilisierte, Überlebende der Mordanstalten und Angehörige ermordeter Patienten nach 1945 wenig gesellschaftliche Unterstützung fanden, bleibt nicht ausgespart. Die Ausstellung endet damit, dass erst in den letzten Jahren viele Familien begannen, sich ihrer ermordeten und vergessenen Angehörigen zu erinnern.