erfasst, verfolgt, vernichtet

Einladung

Datum: 16.03.19, 15.00 Uhr

Veranstaltungsart: Ausstellung

Ausstellung widmet sich Euthanasie-Opfern  

Am Samstag, 16. März, ist kann von15.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Wanderausstellung der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN): „erfasst, verfolgt, vernichtet – kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im Dominikus-Brock-Haus, Kölner Straße 64, in 51149 Köln-Porz besichtigt werden. Die Alexianer Köln zeigen sie anlässlich ihres 111. Jubiläums. Die Ausstellung widmet sich sehr eindringlich Opfern der mörderischen NS-Euthanasie-Ideologie. Eindrückliches Zeugnis sind etwa die Zeichnungen, die der zwangssterilisierte und später ermordete Wilhelm Werner hinterlassen hat. Sie bringen zum Ausdruck, was dieser fundamentale Angriff auf Körper und Persönlichkeit für ihn bedeutete. Ebenso wird sich mit der systematischen Ermordung kranker und behinderter Menschen ab Herbst 1939 befasst. Bis zu 300 000 Anstaltspatienten fielen ihr zum Opfer. Auch die frühe Nachkriegszeit, in der Zwangssterilisierte, Überlebende der Mordanstalten und Angehörige ermordeter Patienten nach 1945 wenig gesellschaftliche Unterstützung fanden, bleibt nicht ausgespart. Die Ausstellung endet damit, dass erst in den letzten Jahren viele Familien begannen, sich ihrer ermordeten und vergessenen Angehörigen zu erinnern wie etwa der renommierte Maler Gerhard Richter.

 Im Anschluss um 18.00 Uhr wird im Bistro des Dominikus-Brock-Hauses der Film „Himmel und Mehr“ über die Bildhauerin Dorothea Buck gezeigt, die auf Grund einer psychischen Erkrankung in Bethel 1936 zwangssterilisiert wurde und nur knapp dem Tod entging. Die Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat die Künstlerin zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und daraus einen Film über eine mutige Frau geschaffen.